Tragbare Ladegeräte und Lithium-Ionen-Batterien in China in den CCC-Geltungsbereich aufgenommen
GB 47372-2026 'Technische Sicherheitsspezifikation für tragbare Stromversorgungen' wurde am 31. März 2026 veröffentlicht und tritt am 1. April 2027 in Kraft.
CCC (China Compulsory Certification) ist das verpflichtende Zertifizierungssystem für den Eintritt in den chinesischen Markt. Die Geltungsbereichsliste wird gelegentlich erweitert; für neu hinzugefügte Produktgruppen wird ein Übergangszeitplan bekanntgegeben.
Die Aufnahme von Powerbanks und Lithium-Ionen-Batterien in den Geltungsbereich bedeutet, dass neben der Typprüfung auch eine Werksinspektion für diese Produkte ins Spiel kommt. Das ist das Unterscheidungsmerkmal von CCC: Das Zertifikat hängt nicht nur vom Produkt, sondern auch vom Produktionsstandort ab.
Nach dem Übergangsdatum ist die Einfuhr und der Verkauf erfasster Produkte ohne Zertifikat nicht möglich. Der Werksinspektionstermin kann der längste Punkt im Verfahren sein.
Die Grundlage der Regelung
Die chinesische Zertifizierungs- und Akkreditierungsverwaltung (CNCA) veröffentlichte am 31. Mai 2026 die Bekanntmachung Nr. 2026/7. Die Bekanntmachung setzt die neu veröffentlichte verpflichtende nationale Norm GB 47372-2026 "Sicherheitsspezifikation für tragbare Ladegeräte" sowie die überarbeiteten CCC-Durchführungsregeln (CNCA-C09-02:2026) in Kraft.
Die CCC-Pflicht für Powerbanks ist nicht neu: Seit dem 1. August 2024 mussten Lithium-Ionen-Batterien und tragbare Stromquellen ein CCC-Zertifikat tragen, um in China legal verkauft und auf Inlandsflügen mitgeführt werden zu können. Die neue Bekanntmachung aktualisiert die technische Grundlage dieses Regimes.
Wie der Geltungsbereich definiert ist
Der Geltungsbereich umfasst tragbare Energieprodukte, die vom Nutzer getragen werden sollen und eine Lithium-Ionen-Batterie oder ein Batteriepack enthalten: klassische Powerbanks, tragbare Energiespeichersysteme und mobile Stromquellen für Camping und Outdoor-Nutzung.
Zwei Schwellenwerte begrenzen den Geltungsbereich: Das Produktgewicht darf 18 Kilogramm nicht überschreiten, und die gesamte Nennkapazität der Batterien muss über 600 mAh liegen. Diese beiden Werte sind die erste Prüfung, ob ein Produkt in den Geltungsbereich fällt.
Auch das Zeichen hat sich geändert: der Rückverfolgbarkeits-QR-Code
Ab dem 1. März 2026 muss bei Hochrisikoprodukten einschließlich Powerbanks das neue CCC-Zeichen mit Rückverfolgbarkeits-QR-Code verwendet werden.
Dies ist eine Änderung, die Etikettendesign und Verpackungsdruck betrifft. Selbst ein Produkt mit gültigem Zertifikat gerät auf dem Markt in Schwierigkeiten, wenn es mit der alten Zeichenform gekennzeichnet ist; Zertifikat und Etikett sind zwei getrennte Kontrollpunkte.
Die Frist für bestehende Zertifikatsinhaber
Hersteller, die bereits ein CCC-Zertifikat für Powerbanks und die darin verwendeten Lithium-Ionen-Batterien und -Packs besitzen, müssen die erforderlichen zusätzlichen Prüfungen, Inspektionen und Zertifikatsumstellungen bis zum 1. April 2027 abschließen.
Nach diesem Datum müssen betroffene Produkte nach GB 47372-2026 und CNCA-C09-02:2026 zertifiziert sein. Das bestehende Zertifikat läuft also nicht automatisch weiter; es verliert seine Gültigkeit, wenn die Umstellung nicht durchgeführt wird.
Da der Umfang der Zusatzprüfung produktabhängig ist, besteht der erste Schritt darin, die Differenzliste von der zertifizierenden Stelle zu erhalten. Ob eine Werksinspektion nötig ist, klärt sich ebenfalls in dieser Phase und bestimmt den Zeitplan am stärksten.
Warum diese Produktgruppe in den Geltungsbereich aufgenommen wird
Powerbanks und Lithium-Ionen-Batterien sind die häufigste Ursache für Brandereignisse bei Unterhaltungselektronik. Auch die Art des Risikos ist besonders: Das Versagen ist nicht graduell — beginnt das thermische Durchgehen, schreitet das Ereignis innerhalb von Sekunden fort und kann auf Nachbarzellen übergreifen.
Der zweite Faktor ist die Marktstruktur: Diese Produkte werden von zahlreichen kleinen Herstellern unter Preisdruck gefertigt. Die Vereinfachung der Schutzschaltung zur Kostensenkung ist eine verbreitete Form der Abweichung.
Kommen diese beiden Faktoren zusammen, wird die Präferenz des Regulierers vorhersehbar: verpflichtende Zertifizierung mit Drittprüfung und Werksinspektion statt eines auf Herstellererklärung beruhenden Wegs.
Die tatsächlichen Arbeitspunkte der Zertifizierung
Die Bewertung in dieser Gruppe erfolgt meist auf zwei Ebenen: Zelle und Endprodukt. Ein separater Nachweis für die Zelle hebt die Prüfung des Endprodukts nicht auf; beides wird getrennt dokumentiert.
Die Prüfung erfolgt in einem im Land akkreditierten Labor, und da Batterieprüfungen destruktiv sind, ist die Probenanzahl hoch. Der Probenplan wird geklärt, bevor ein Labortermin gebucht wird.
Die Werksinspektion kann auch den Zellhersteller einschließen; ob der Zelllieferant in der Kette inspektionsbereit ist, wird von Anfang an geklärt. Unvorbereitetheit des Lieferanten ist die häufigste Ursache für Zeitverlust im Zeitplan.
Zu beachtende Punkte beim Übergang
Bei Geltungsbereichsänderungen wird eine Übergangsfrist festgelegt; an deren Ende enden Einfuhr und Verkauf unzertifizierter Produkte. Der Status des bereits auf dem Markt befindlichen Bestands wird gesondert geregelt, und diese Information ist für die kommerzielle Planung entscheidend.
Die Modellvielfalt ist in dieser Gruppe hoch: Unterschiede in Kapazität, Zelllieferant und Ladeleistung können als eigene Modelle zählen und die Zertifikatszahl über die Erwartung hinaus erhöhen. Die Portfolio-Sichtung erfolgt von Anfang an.
Der Zertifikatsbesitz wird vertraglich klar geregelt: Das Zertifikat wird auf den Namen des im Land ansässigen Antragstellers ausgestellt, und der Zertifikatsinhaber behält die Kontrolle über das Produkt auf dem Markt.
Was ist zu tun?
- 1Vergleichen Sie Ihren Produktumfang mit der CCC-Geltungsbereichsliste.
- 2Planen Sie Typprüfung und Werksinspektion gemeinsam.
- 3Berücksichtigen Sie, dass Änderungen des Produktionsstandorts das Zertifikat betreffen.
Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Wie eine Vorschrift auf Ihr Produkt angewendet wird, hängt von den technischen Merkmalen des Produkts und dem Zielmarkt ab; der genaue Geltungsbereich kann nur durch Prüfung des Produkts bestimmt werden.
